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Korea Seoul Gyeongbokgung-Palast
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Korea - Best of

 
     
 
Eine kleine Auszeit, das wollte ich mir gönnen. Eine Reise machen in ein Land, das sich von Deutschland sehr unterscheiden sollte. Also fiel meine Wahl auf Korea. Das geteilte Land, genauso geteilt wie unser Heimatland es lange war. Als gebürtiger Leipziger fand ich das durchaus reizvoll.
Es gab viel zu tun vor meiner Abreise, vor allem musste ich einen passenden Reiseanbieter finden, ich wollte auf keinen Fall auf eigene Faust in so ein fremdes Land fahren. Also durchsuchte ich das Netz nach möglichen Reisen und wurde bei Kiwi Tours fündig. Die Korea-Reise war neu im Programm, Kiwi Tours selbst ist ein immerhin schon über 20 Jahre bestehender Reiseveranstalter, der bereits für andere Reisen Preise bekommen hatte. Also schien mir das eine gute Adresse, auch wenn Korea auch für Kiwi Tours noch Neuland war.
Korea Seoul Skyline Han RiverMit der Lufthansa ging es nach Seoul. Ein guter Anfang, eine gute Fluglinie.
Gegen Mittag kamen wir an und wurden am Flughafen von unserem Reiseleiter abgeholt, der uns in den nächsten Tagen überall hin begleiten sollte. Schon auf der Fahrt in die Stadt machten wir so etwas wie eine Stadtrundfahrt, bei der wir einige Sehenswürdigkeiten Seouls zu sehen bekamen. Es war ein wenig anstrengend, den Erklärungen des Reiseleiters nach einem so langen Flug zu folgen. Ich war müde, denn ich hatte nicht schlafen können. Der Flug startete abends gegen halb sieben, Ankunft war ca. halb 12 am nächsten Tag (+ Zeitverschiebung). Das schlaucht dann schon, wenn man nicht geschlafen hat. Doch nach der Fahrt über die Transitstrecke nach Seoul und der Gott sei Dank recht kurzen Stadtrundfahrt kamen wir dann endlich am Hotel an, wo wir einchecken konnten und uns bis zum Abendessen ausruhen konnten. Das Zimmer war gut, es gab sogar einen Computer mit Internetanschluss im Hotelzimmer und die Möglichkeit, sich Tee und Kaffee zu machen. Ich legte mich erst einmal hin und machte mich erst zum Essen wieder fertig. An diesem Abend traf sich die ganze Reisegruppe zum gemeinsamen Abendessen, so dass ich die ersten Mitreisenden kennen lernte. Wir waren eine ziemlich große Gruppe, 27 Leute, aber recht homogen.
Am nächsten Morgen ging es zeitig los. Nach dem Frühstück fuhren wir in die entmilitarisierte Zone des einzigen noch geteilten Landes der Welt. Ein wenig hat es mich an die DDR früher erinnert. Die entmilitarisierte Zone ist 248 Kilometer lang und ungefähr 4 Kilometer breit. Die Nordkoreaner haben hier einen Tunnel für Notfälle gebaut, den Dritten Tunnel, den 10.000 Soldaten in nur einer Stunde für einen Überraschungsangriff durchqueren könnten. Er wurde 1978 entdeckt, verraten von einem nordkoreanischen Überläufer.
Korea Gyeonghoeru PavilionDanach folgte eine genauere Besichtigung Seouls. Wir begannen mit dem Gyeongbokgung-Palast im Norden der Stadt mit wunderschönen Gärten und Innenhöfen. Er ist der größte der noch fünf erhaltenen Paläste. Ein Besuch im Folkloremuseum (schrecklicher Name) sollte uns genauer in die koreanische Kultur einführen. Das Museum bestand aus drei Ausstellungshallen, die die Geschichte bis 1910 illustrierte, Kultur und Lebensweise der Koreaner und den Lebensweg eines Koreaners von der Geburt bis zum Tod veranschaulichte. Das Museum war vor allem aufgrund der Architektur und der Art der Darstellung sehenswert.
Dann fuhren wir auf den 236,7 Meter hohen N Seoul Tower hinauf. Von hier aus hatten wir einen großartigen Blick über die Stadt, die um einiges größer ist, als man glaubt. Immerhin hat Seoul 10,5 Mio. Einwohner, die Metropolregion sogar 25 Mio. Das ist auch der Grund, warum einige Bewohner von zu Hause bis zu ihrer Arbeitsstätte täglich gut 2 Stunden unterwegs sind - und das ist nur die Hinfahrt. Dann folgte ein weiteres Museum, das meiner Meinung nicht notwendig gewesen wäre, zeigte es doch wenig Neues im Vergleich mit dem ersten.
Ein Spaziergang das Insa-dong-Viertel machte besonders Spaß. Hier gab es sehr viele kleine Läden, Galerien, Restaurants und Teehäuser. So stelle ich mir das richtige Leben in einer koreanischen Stadt vor.
Korea Seoraksan NationalparkDer nächste Tag bescherte uns einen Ausflug in den Nationalpark Seoraksan, mit buddhistischen Tempeln, Wasserfällen und natürlich viel Natur. Es war atemberaubend schön hier. In der Nähe liegt die Ruine der Bergfestung Gwongeumseong, die wir mit der 1.100 Meter langen Drahtseilbahn erreichten.
Am fünften Tag fuhren wir nach Andong. Hier besuchten wir das unter Denkmalschutz gestellte Dorf Hahoe mit hübschen Bauernhäusern und alten Herrenhäusern, das noch richtig bewohnt ist. Sehr sehenswert. Wir besuchten außerdem noch die aus dem 16. Jahrhundert stammende und noch heute benutzte konfuzianische Akademie Dosanseowon. Weiter ging es zum Haeinsa Tempel, dem berühmtesten buddhistischen Tempel Koreas, der auch ein UNESCO Weltkulturerbe ist. Er befindet sich im Gayasan Nationalpark und stammt aus dem Jahr 802. Danach fuhren wir weiter nach Gyeongju. Sie war eine wichtige Stadt im Silla-Reich. Hier findet man noch viele alte Bauten und Tempel. Im Gyeongju Nationalmuseum bekommt man dazu die passende Information. Schon von außen ist dieses Museum eine Augenweide...
Am nächsten Tag stand die Seokguram-Grotte, ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe auf dem Programm. Besonders berühmt ist der weiße Granit-Buddha, den man leider nur durch eine Glasscheibe bewundern kann. Ein wirklich beeindruckendes Werk, das man leider nicht fotografieren darf. Danach folgte der Bulguksa-Tempel, schon wieder ein UNESCO Weltkulturerbe. Auch er stammt aus der Silla-Zeit, ist aber eine eher schlichte Tempelanlage.
Leider war dieser Tag ein wenig vollgestopft mit Sehenswürdigkeiten, wir mussten ziemlich schnell weiter, es folgten noch Cheomseongdae, die älteste bekannte Sternwarte der Welt und der Tumuli Park, in dem sich Königsgräber aus der Silla-Zeit befanden. Der heutige Tag war ein wenig anstrengend, weil man kaum Zeit hatte, sich wirklich mit einer Sehenswürdigkeit zu beschäftigen, weil man immer gleich zur nächsten weiter musste.
Busan besitzt einen der größten Häfen Asiens. Daher ist ein Besuch auf dem Fischmarkt durchaus eine gute Abwechslung. Als Dächer benutzen die Verkäufer fast alle die gleichen bunten Sonnenschirme. Der starke Geruch von Fisch liegt in der Luft und es ist ziemlich laut und lebhaft, eine schöne Abwechslung zu den vielen heiligen Sehenswürdigkeiten, die wir gezeigt bekommen. Von dieser Stadt geht es zum Flughafen und wir fliegen auf die Vulkaninsel Jeju, die seit 2007 zum UNESCO Welterbe gehört. Korea Dolharubang Figuren aus LavasteinDie Dolharubang, die wir zu sehen bekamen, sind lustige Figuren aus Lavagestein, eine Mischung aus Gartenzwergen und Gnomen. Generell ist die Insel Jeju eine Naturschönheit im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt hier alles, von weißen Stränden bis hin zu bergigem Gelände, Grotten, Teeanbaugebiete. Ein noch unentdecktes Stück Paradies. Bei den beiden Wasserfällen Jeongbang und Cheonjiyeon gab es die Besonderheit, dass Jeongbang angeblich Asiens einziger Wasserfall ist, dessen Wasser direkt ins Meer fällt. Zwei Tage verbrachten wir hier und erkundeten ziemlich viel, fuhren entlang der Ost- und der Westküste. Strand in KoreaLeider hatten wir nicht das Glück, dabei die berühmten Haenyeo zu sehen. So werden in Korea Taucherinnen genannt, die in den Küstengebieten nach Seegurken, Tintenfischen und Schalentieren tauchen. Vom Seongsan Ilchulbong aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Umgebung. Erst am Abend flogen wir zurück nach Busan, wo unser letzter Tag auf unserer Reise in Sicht kam. Gemeinsam verbrachte unsere Reisegruppe den Abend bei einem Abschiedsessen in einem koreanischen Restaurant. Am nächsten Morgen ging es zum Flughafen und von dort zurück nach Deutschland. Nach ca. 10 Stunden Flug landeten wir wieder in Frankfurt. Für mich hat sich diese Reise voll gelohnt, der Preis von über 2000 Euro wurde der Reise durchaus gerecht.

P. R.
 
     
     
     
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