Ein Reisebericht von Kristina Westerheide:
Nach mehreren Besuchen auf dem portugiesischen Festland stand schon immer die Inselgruppe mitten im Atlantik auf meiner „Bucketlist“. Im April 2026 war es dann soweit und ich konnte die spektakulären Vulkanlandschaften, üppige grüner Natur und malerische Dörfer zusammen mit unserer Partneragentur erkunden.

Meine Azorenreise begann entspannt mit dem Flug der Fluggesellschaft TAP (Umsteigen in Lissabon) auf der Hauptinsel São Miguel. Hier starteten wir mit einem ersten gemeinsamen Abendessen im Hotel und einem relaxten Spaziergang durch Ponta Delgada. Der historische Charme, die malerische Uferpromenade und die entspannte Atmosphäre dienen gut „als Tor“ zu den 9 bewohnten Inseln der Azoren.
Am nächsten Tag flogen wir zur Insel Pico, die den höchsten Berg Portugals zu bieten hat. Während einer Rundfahrt lernten wir die beeindruckende Vulkanlandschaft des Picos, die traditionsreiche Weinkultur und die geologische Geschichte der Insel kennen. Zu den Höhepunkten gehörten das UNESCO-geschützte Weinanbaugebiet Lajido da Criação Velha, die Casa dos Vulcões sowie eine Weinverkostung mit regionalen Spezialitäten. Trotz des wechselhaften Wetters zeigte sich der Vulkan kurz fast wolkenfrei für ein Erinnerungsfoto! Am Abend setzten wir mit der Fähre nach Faial über.
Der nächste Reisetag stand ganz im Zeichen von Faial. Besonders beeindruckend war der Besuch des Capelinhos-Vulkans und seines modernen Interpretationszentrums, das die Entstehung der Azoren und die Auswirkungen des Vulkanausbruchs von 1957/58 anschaulich erklärt. Der Ausbruch hat die Insel nachhaltig verändert und eine einzigartige Mondlandschaft erschaffen. Leider machte danach das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung und wir konnten die Caldeira von Faial nur im Nebel sehen. Generell ist zu sagen, dass man jederzeit mit Wetteränderungen rechnen muss. Selbst an sonnigen Tagen kann es kurzfristig zu Nebel oder Regenschauern und Windböen kommen. Daher empfiehlt es sich, auf den Azoren immer eine Regenjacke mitzunehmen. Am Nachmittag erhielten wir beim „Schlechtwetterprogramm“ Einblicke in den Walfang in der historischen Walverarbeitungsfabrik aus den 1940er Jahren. Unbedingt einplanen sollte man am Abend in Horta einen Besuch in der urigen Peter Sports Bar direkt am Hafen, berühmt für seinen Gin do Mar (Gin mit Maracuja).
Weiter ging es per Flug am nächsten Tag nach Terceira. Dort genossen wir spektakuläre Ausblicke vom stürmischen Aussichtspunkt Serra do Cume, besuchten die berühmten Naturpools von Biscoitos und erhielten interessante Einblicke in den Kaffeeanbau auf den Azoren bei einer Besichtigung der Coffee Cabana. Am letzten Tag erkundeten wir bei einem Stadtrundgang die UNESCO-Welterbestadt Angra do Heroísmo mit ihrer reichen Geschichte und ihrem besonderen Charme. Empfehlenswert ist eine leichte Wanderung zum Monte Brasil direkt vom Strand aus. Und zum Abschluss kann man ein leckeres Eis mit Ananasgeschmack genießen. Die Azoren-Ananas ist ein wichtiges regionales Produkt und ein beliebtes Souvenir.
Zudem gibt es auf allen Inseln tolle abwechslungsreiche und gut markierte Wanderwege für jedes sportliche Niveau vorbei an Kraterseen, Steilküsten und Lorbeerwälder, immer im Blick das Blau des Atlantiks. Wer Ruhe, Authentizität und beeindruckende Landschaften sucht, findet hier eines der schönsten Reiseziele Europas.







